Über

"Ich lebe jetzt vegan!" Diese Aussage mutet fast wie ein Bekenntnis zum Mitläufertum an. Eine vegetarische bzw. vegane Lebensweise scheint DIE Modeerscheinung der vergangenen Jahre geworden zu sein. Plötzlich hat eine breite Masse an Menschen eine genau so breite Masse an ethisch-moralischen Bedenken kundzutun, welche davon handeln, dass es nicht vertretbar sei, Tiere als Lebensmittel anzusehen, sowie sie zu Zwecken der Ernährung zu halten und zu nutzen. In meinem Freundes- und Bekanntenkreis nahm dieser Personenkreis in den letzten Monaten und Jahren rasend zu.

 Und jetzt... auch noch ich - super! Und - als wäre das nicht schon schlimm genug - nein, ich schiebe gleich noch den zweiten großen Trend 'unserer Zeit' hinterher und starte einen Blog, in welchem ich mich zu meinem Weg in mein 'neues veganes Leben' auslasse. Ein ironisches 'Hurra!' liegt auf meinen Lippen...

Mal sehen, wie lange noch!

Alter: 30
 

Ich mag diese...

Organisationen: PETA, Welttierschutzbund, VEBU - Vegatarierbund



Mehr über mich...

Ich glaube...:
...das wird ein Abenteuer!



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Blog

Tag 2 - Der Tag des Kürbis': Purer Schmerz und die absolute Glückseligkeit

Nun denn, Tag 2!

Morgens um 7 Uhr stehe ich auf, um die Linsen zum Quellen aufzusetzen, welche ich im Laufe des Abends weiterverarbeiten will, um sie meiner Erfahrungsliste veganer Brotaufstriche hinzuzufügen. Generelle Erfahrungen mit Hülsenfrüchten habe ich so gut wie keine und mir steht die Fassungslosigkeit ins Gesicht geschrieben, als ich auf der Packung lese, dass sie 12 Stunden quellen müssen, bevor man mit der eigentlichen Verarbeitung beginnen kann. Ich frage mich ernsthaft, ob meine Eltern früher, wenn es Linsen gab, tatsächlich auch schon immer einen halben Tag vorher mit der 'Zubereitung' der Mahlzeit begonnen haben - Wahnsinn! Ich stelle also fest: Spontane Lust auf Linsen kann in Zukunft nicht befriedigt werden. Da sie aber als Allrounder unter den Lebensmitteln für Veganer gelten, da sie nicht nur gesund und geschmacklich sehr kreativ und vielfältig einsetztbar sind, sondern (wie Gries und Haferflocken) die schöne Eigenschaft haben, einzudicken. Ich denke an einen meiner kläglichen Aufstriche vom gestrigen Tag (Tomate-Paprika-Zwiebel), welchem ich aus der Not heraus mit Sonnenblumenkernen eine festere Konsistenz verleihen wollte - erfolglos. In Sachen 'aus Soße mach Aufstrich' fühle ich mich dank der Linsen nun aber auf der sicheren Seite.

Frühstück: Die erste Sensation - Haferflocken mit Sojamilch, Bananen und Feigen... Der Wahnsinn!! Ich frage mich, wann ich zuletzt so ein gutes Frühstück hatte und finde auf diese Frage keine Antwort. Ich ziehe ernsthaft in Erwägung, dass ich gerade das Leckerste Essen seit Ewigkeiten zu mir nehme - und ahne noch nicht, dass diesem Festmahl nur wenige Stunden später bereits wieder der Rang abgelaufen wird.

Gut gelaunt und bestens gesättigt stürze ich mich auf meine zweite vegane Shopping-Tour. Weitere Grundnahrungsmitteln müssen her. Ich kaufe also Haferflocken (würde nach meinem Frühstückserlebnis am liebsten direkt eine Jahrespackung kaufen), Gries (um flexibel in meinen Rettungsversuchen verunfallter Brotaufstriche zu sein) und Tomatenmark, sowie Kiwis, welche ich in meiner Vorstellung bereits in den morgigen Frühstückshaferflocken versenke (Ab jetzt würde ich wohl gern drei Mal täglich frühstücken...). Dann lacht mich ein Kürbis an, dem ich nicht widerstehen kann. Kürbissuppe mochte ich schon immer sehr, selbstgemacht habe ich sie jedoch noch nie. Heute soll der Tag sein, an dem sich das ändert - eine sehr gute Entscheidung!

 Zurück vom Einkaufen schmiere ich mir Brote für die Arbeit. Malzbrot mit selbstgemachter Avocado-Créme, Ruccola und Radieschenscheiben - yummi! Die Brote bringen mich durch den Tag und schmecken sogar meinem guten Freund, Sven, welcher meinem Angebot "Naaa, willste 'n veganes Brot?" nicht widerstehen kann. Ich bin zufrieden. Da ich mich von nun an nicht mehr ohne Weiteres mit Schokolade und anderen Süßigkeiten bei Laune halten kann, nasche ich während der Arbeit stattdessen Obst und merke, dass der Fruchtzucker eine genau so angenehme Wirkung auf meinen Glückshormonhaushalt hat, wie sonst Schoki und Co. - vllt. bilde ich es mir aber auch nur ein, weil ich WILL, dass es mich genau so glücklich macht. Auch das wäre mir recht. Gesund ist gesund und glücklich ist glücklich! Basta!

Von der Arbeit nach Hause gekommen steht nun meine Challenge mit dem Kürbis an. Dass Schmerz und Glück so nah beieinander liegen können, lerne ich heute mal auf eine ganz neue Art und Weise.

Noch nie habe ich einen Kürbis geschält... Seit heute weiß ich auch, warum! Zugegeben, meine Messer sind nicht die Besten, haben nicht die schärfsten Klingen und können keine Höchstleistung vollbringen, aber SO ETWAS habe ich noch nie erlebt. Es ist ein absoluter Krampf. Ich fluche am laufenden Band und frage mich ernsthaft, ob der Kürbis aus Beton ist oder mich einfach nur ärgern will, indem er mir zeigt, dass er stärker ist, als ich.

Nach einer nicht nur gefühlten, sondern tatsächlich erlebten Ewigkeit ist der Kürbis zwar bezwungen, aber meine Hand und mein ganzer Arm schmerzen, als wäre ein Auto darüber gefahren und der Boden meiner Küche sieht aus wie ein Schlachtfeld. Die Kürbisschale hat sich in tausend kleinen Einzelteilen restlos überall verteilt - super! Unter weiterem Fluchen putze ich also meine Küche - war ohnehin mal wieder nötig.

Da man aber allem Negativen ja auch immer etwas Positives abgewinnen soll, lässt das nächste Glücksgefühl nicht lange auf sich warten. Kartoffeln zu schälen hat mir nie viel Spaß gemacht, aber nach dem K(r)ampf mit dem Kürbis erscheint es mir wie die blanke Leichtigkeit des Seins. Zu den Kartoffeln und dem Kämpfer-Kürbis gesellen sich Möhren, Gemüsebrühe und einige Gewürze und los geht die Suppen-Koch-Session.

Da eines meiner großen Ziele für die nächsten 30 Tage ja darin besteht, mir selbst zu beweisen, dass die vegane Ernährung nicht meinen finanziellen Ruin bedeuten muss, schöpfe ich mir zwischendurch einen Teil aus dem Suppentopf heraus und püriere das Ganze, um auch dies zu meiner langsam wachsenden Aufstrich-Sammlung hinzuzufügen.

Der Rest köchelt weiter fröhlich vor sich hin und als ich zwischendurch den Konsistenztest an einem Stück Kürbis wage, ist all der Groll gegen das widerspenstige Gemüse verflogen - unglaublich gut! Jetzt kann ich es kaum noch erwarten, das Gesamtergebnis zu verspeisen, püriere die Gemüse-Partygesellschaft in meinem Top, gebe einige Lauchzwiebeln hinzu und...koste! - Ich raste aus! WIE KANN ETWAS SO LECKER SCHMECKEN??! Zwei große Schüsseln schlinge ich begierig runter, schreibe zwischendurch meiner Freundin, Mana, von meinem unbeschreiblichen Glückserlebnis und liebäugel direkt mit Schüssel Nummer 3. Vorher, so nehme ich mir vor, halte ich noch schnell meinen Tag schriftlich fest und dann - zur Belohnung - genehmige ich mir einen Glückseligkeitsnachschlag in Form meiner (offensichtlich!) neuen Lieblingssuppe.

Herrlich, denke ich mir: Bis vor zwei Tagen war ich weder vegan, noch mochte ich Blogging sonderlich und heute - an Tag 2 - sitze ich hier und bastel mir ein Gerüst, in welchem mein Blog und mein Sammeln veganer Erfahrungen Hand in Hand miteinander gehen. Da ich mich kenne und weiß, wie schnell ich gerne mal die Lust an Dingen verliere, frage ich mich - wie bereits gestern - jedoch auch heute wieder: Wie lange werde ich wohl durchhalten? - Erstaunlicherweise bezieht sich diese Frage heute allerdings allein auf mein 'elektronisches Tagebuch', denn nach den heutigen Extasen, dank Haferflocken und Kürbissuppe, macht sich nun in mir das Gefühl breit: Die vegane Lebensweise 30 Tage durchzuziehen wird mir nicht nur einfach gelingen, sondern es ein phantastischer Monat mit haufenweise euphorischer Momente! - Da ich aber doch gelernt habe, die Realität als ebenbürtigen Gegner in meiner kleinen Welt anzusehen, schleicht sich dennoch ganz leise der Gedanke ein... Mal sehen, wie lange sich die Euphorie halten wird?

Für den Moment bin ich aber einfach glücklich, freue mich jetzt schon auf mein morgiges Haferflocken-Frühstück mit Kiwis, werde mich jetzt gut gelaunt meinen schier endlos quellenden Linsen widmen und sehen, ob ich einen halbwegs schmackhaften Aufstrich aus ihnen zaubern kann und mich dann - endlich - mit meiner dritten Schüssel Suppen-Olymp belohnen!

Fazit, Tag 2: Vegan sein fetzt - Mal sehen, wie lange noch...

14.10.14 19:55, kommentieren

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Tag 1 - Wozu nun das Ganze?

Wozu nun das Ganze? 

Ich habe die vergangenen gut 15 Monate bereits vegetarisch gelebt. Ich hatte in dieser Zeit nie das Gefühl, etwas zu vermissen. Auf Fleisch, Fisch oder andere Meerestiere zu verzichten fiel mir sogar unglaublich leicht. Einige meiner vegetarischen Freunde erzählten und erzählen mir noch heute, dass ihnen häufig der Wunsch nach einem 'guten Stück Fleisch' durch den Kopf schießt. Da der Mensch ein Gewohnheitstier ist und diese Menschen stellenweise mehr als 25 Jahre Fleisch gegessen haben, kann man ihnen diese Gelüste wohl nicht verdenken. Bei mir gab es derartige Gedanken allerdings nicht. Glück gehabt!

Doch jetzt verhält es sich offenbar etwas anders. Der Schritt von 'vegetarisch' zu 'vegan' verlangt meiner Psyche offenbar Einiges mehr ab, als die Umstellung vom Fleischesser zum Fleischverzichter. Genau das ist auch der Grund dafür, dass ich meinen Weg zum Veganer hier schriftlich fixiere. Ich habe das Gefühl, dass es mir leichter fällt, 'durchzuhalten', wenn ich meine Eindrücke teile. Ob sich das als wahr herausstellt, wird sich zeigen.

Ich bin neugierig und gespannt auf das, was mir in Sachen Ernährungsumstellung jetzt bevor steht, aber ich habe auch ein mulmiges Gefühl dabei. Der Entschluss, von heute an komplett auf Lebensmittel zu verzichten, die mit Tierhaltung und -nutzung in Zusammenhang stehen, ist auch bei mir - wie bei den vielen anderen Menschen - ein ehtisch-moralischer. Ich mochte Tiere schon immer, war schon immer bestürzt, wenn ich mich mit Fakten konfronitert sah, welche darlegten, wie schlimm teilweise die Zustände der Tiere sind, die der Mensch zu seinen Zwecken gefangen hält und je nach Geschmack verarbeitet. In den vergangenen Monaten fing ich verstärkt an, mich zu Themen, die das komplette Spektrum des Tierschutzes umfassen, zu belesen, mich mit vielen Menschen darüber auszutauschen und so langsam keimte - Stück für Stück und immer stärker - der Wunsch in mir auf, meinen kleinen Beitrag zur 'Verbesserung der Welt' leisten zu wollen. Sein wir ehrlich: In jedem von uns steckt ein solcher kleiner Weltverbesserer. Die meisten von uns leben dies auch eines Tages auf ihre ganz persönliche Weise aus. Ich habe meine Niesche offenbar im Tierschutz gefunden.

 In den vergangenen Tagen erreichten meine Auseinandersetzungen mit diesem Thema jedoch ein neues Maß. In unserer Stadt gastiert dieser Tage ein Zirkus. Ein Zirkus, welcher Wildtiere zur Schau stellt. Es dauerte nicht lang, bis sich ein kleiner Personenkreis in einer Gruppe auf Facebook zusammenschloss, um gegen die nicht artgerechte Haltung und den Missbrauch an Zirkustieren - völlig zu Recht - vorzugehen und dem Zirkus in unserer Stadt den Kampf anzusagen. In diese Gruppe eingeladen, von einer meiner (Facebook-)Freundinnen, Mana, fing ich an zu lesen, was diese Personen zu erzählen haben, schaute mir abschreckende Fotos und Videos an, welche die grausame Realität der misshandelten Tiere gnadenlos offenlegten. Ich wurde aktiv und aktiver, mischte mich in Diskussionen ein und kam an den Punkt, an welchem ich wusste: Ich will etwas tun!

Am vergangenen Donnerstag begaben meine Freundin Mana und ich uns zum Zirkus, um ein wenig 'Stimmung' zu machen. Wir kreideten im Umkreis des Zirkusgeländes Parolen wie 'Artgerecht ist nur die Freiheit', 'Kein Applaus für Tierquälerei' oder 'Boykott dem Zirkus - Boykott der Tierquälerei', verteilten Flyer an Menschen, die auf dem Weg zur Zirkusveranstaltung waren und versuchten diese mit unseren Argumenten von jenem Zirkusbesuch abzuhalten, da Unternehmen, welche den Missbrauch an Tieren nicht nur betreiben, sondern diesen als 'großen Spaß für die ganze Familie' deklarieren, unserer Meinung nach der Kampf angesagt werden muss. Wie gesagt: 'Boykott dem Zirkus'!

Nach einer 'netten' Auseinandersetzung mit zwei Herren der Polizei und der Aufnahme unserer Personalien, da unser Einsatz angeblich nicht rechtens sei (was nicht der Wahrheit entspricht - es war sehr wohl rechtens), gingen wir nach Hause. Wütend, weil wir nicht mehr erreichen konnten, wütend aufgrund der Gedanken darüber, was die Tiere im Zirkus wohl in diesem Moment erdulden müssen, aber zugleich zufrieden, weil wir 'etwas' getan hatten. Dieses 'Etwas' war wahrlich nicht mehr als der berühmte Tropfen auf dem heißen Stein, aber in uns war nun der Ehrgeiz erst so richtig geweckt.

In den nächsten Tagen fanden genehmigte Mahnwachen in der Nähe des Zirkusgeländes statt. Mana war in diesen Tagen leider nicht in der Stadt, aber ich nahm an den Mahnwachen teil, auch für sie. Der Andrang der Tierschützer war - wenig überraschenderweise - sehr mäßig. Mal stand ich dort mit acht Leuten, im besten Fall mit 13. Wir hielten Schilder hoch, welche Bilder von Zirkustieren und deren trauriger Realität zeigten. Die meisten Zirkusbesucher mussten uns zwangsläufig auf ihrem Weg zur Vorstellung passieren. Viele ignorierten uns, Einige jedoch sagten etwas von einem 'schlechten Gewissen' und darüber, dass 'wir ja Recht hätten, aber sich die Kinder doch sooo sehr darauf freuen würden und sie deshalb keine Wahl hätten'... nun ja, Jedem das seine! Aber das konnte doch noch nicht alles sein.

In diesen Tagen suchte ich vermehrt den Austausch mit den anderen Menschen, die sich mit mir gegen den Zirkus und für den Tierschutz engagierten. 

Als ich abends zu Hause saß, kreisten meine Gedanken noch immer um die Zirkustiere. Ich schaute mir noch mehr Videos an und setzte mich noch intensiver mit der Mensch-Tier-Problematik auseinander. Ich sah Videos von allerlei Tierschutzorganisationen, belas mich zu vielen Petitionen, las Berichte über Demos etc. - mir schoss den ganzen Abend dieses eine Zitat durch den Kopf:



Tiere haben ein Recht auf Leben. Es gibt nichts, was alle Menschen von allen Tieren unterscheidet.

 

Und doch aß ich an jenem Abend meinen Joghurt, der kein Soja-Joghurt war und somit aus Milch bestand, welche in Massentierhaltung von Milchkühen gewonnen wird... aber nur für sechs Monate. Nach durchschnittlich sechs Monaten ist eine Kuh nicht mehr in der Lage 'produktiv' Milch zu geben. Die traurige Konsequenz nach diesem halben Jahr der qualvollen Massenproduktion: der Gang ins Schlachthaus. Ich wusste also: Eigentlich bin auch ich nur eines dieser kleinen Rädchen, welches das Leid der Tiere unterstützt, indem es als Käufer den Markt ankurbelt.

Doch dann kam auf einmal der 'klick'-Moment und ich wusste: Das will ich nicht mehr!

Heute früh nach dem Aufwachen war exakt dies mein erster Gedanke. Aufgeregt wie ein kleines Kind zu Weihnachten sprang ich aus dem Bett und war voller Tatendrang, alles nicht-Vegane sofort aus meinem Leben zu verbannen. Gesagt, getan!

Nach meinem Arbeitstag ging es dann zur ersten veganen Einkaufstour - eine ziemliche Herausforderung für jemanden, der kein geschultes veganes Auge hat. Ich verbrachte drei mal so viel Zeit wie üblich im Supermarkt und musste die Verpackung jedes einzelnen Nahrungsmittels studieren, um festzustellen, ob ich dieses oder jene Nahrungsmittel jezt überhaupt noch essen darf. Die Einkaufshürde genommen, ging es endlich nach Hause, wo die Zubereitung des Abendessens wartete. Das war sogleich die nächste Herausforderung. Ich sah mich einer enormen Masse an Lebensmitteln gegenüber, die ich aufwendig und zeitintensiv verarbeiten musste... und am Ende stand der Geschmack... ein Geschmack, den ich Personen, die ich mag, nicht zugemutet hätte. 'Lecker' ist wirklich anders! Aber ich nahm es mit Humor, amüsierte mich über meine ersten kläglichen veganen Gehversuche und so kam es, dass es mir dennoch schmeckte. Couscous-Salat mit Gemüse (welcher gar nicht mal so übel war), dazu vegane Frikadellen und Vollkornbrot mit zwei verschiedenen selbstgemachten Aufstrichen (einer der Aufstriche ist geschmacklich eine wahre Zumutung - ich freue mich schon auf's Frühstücksbrot...würg!) - doch das alles kam mir als Ergebnis nach Tag 1 gar nicht so schlecht vor.

Und das Gute ist: Ich weiß, das geht noch viel besser!

Also liege ich jetzt in meinem Bett, nasche statt Vollmilchschokolade helle, süße Pflaumen und halte meine Ergebnissicherung fest.

Ich bin gespannt, welche kulinarischen Erfahrungen ich morgen sammeln werde und frage mich, wie lange ich wohl 'durchhalten' werde oder ob ich den Punkt erreiche, an welchem es mir gar nicht mehr wie eine Entbehrung vorkommt, auf alles Tierische, wie meinen heiß geliebten Käse, ein schönes Frühstücksei, allerlei Süßigkeiten u.ä. zu verzichten.

30 Tage: Das soll der Zeitraum sein, welchen ich für meine Feuertaufe festgelegt habe. Die '30 Tage-Challenge' hat sich mittlerweile ja auch als Modeerscheinung etabliert - Da ich aber gerade offenbar ohnehin all meine Abneigungen gegenüber diesen Trends über Bord geworfen habe, dachte ich mir: Trend 'vegan' - check! Trend 'Blogging' - check! Warum dann nicht auch gleich noch: Trend '30 Tage-Challenge'?!

Nach Ablauf dieser 30 Tage also will und werde ich ehrlich mit mir ins Gericht gehen und auswerten, ob ich ein 'guter, überzeugter Veganer' bin oder jemals werden kann. Vor allem der finanzielle Aspekt macht mir im Moment Sorgen. Ein schmales Studentenbudget kann nicht jede Ernährungsweise stemmen - und doch bin ich gespannt, ob es funktionieren kann. 

Nach Tag 1 bin ich hoch motiviert und guter Dinge! Mal sehen, was morgen kommt...

13.10.14 21:44, kommentieren