Über

"Ich lebe jetzt vegan!" Diese Aussage mutet fast wie ein Bekenntnis zum Mitläufertum an. Eine vegetarische bzw. vegane Lebensweise scheint DIE Modeerscheinung der vergangenen Jahre geworden zu sein. Plötzlich hat eine breite Masse an Menschen eine genau so breite Masse an ethisch-moralischen Bedenken kundzutun, welche davon handeln, dass es nicht vertretbar sei, Tiere als Lebensmittel anzusehen, sowie sie zu Zwecken der Ernährung zu halten und zu nutzen. In meinem Freundes- und Bekanntenkreis nahm dieser Personenkreis in den letzten Monaten und Jahren rasend zu.

 Und jetzt... auch noch ich - super! Und - als wäre das nicht schon schlimm genug - nein, ich schiebe gleich noch den zweiten großen Trend 'unserer Zeit' hinterher und starte einen Blog, in welchem ich mich zu meinem Weg in mein 'neues veganes Leben' auslasse. Ein ironisches 'Hurra!' liegt auf meinen Lippen...

Mal sehen, wie lange noch!

Alter: 30
 

Ich mag diese...

Organisationen: PETA, Welttierschutzbund, VEBU - Vegatarierbund



Mehr über mich...

Ich glaube...:
...das wird ein Abenteuer!



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Blog

Tag 6 - Das könnt' was werden!

Ein guter Start in den Tag. Ein noch besserer als gestern. Es ist gerade einmal 9.30 Uhr und ich habe schon jetzt das Gefühl, etwas geschafft zu haben.

 

Als ich in der vergangenen Nacht - wie gewohnt - mit meinen Einschlafproblemen zu kämpfen hatte, nutzte ich die Zeit und dachte - na klar - u.a. über das vegane Leben nach. Ich hatte vor Beginn meiner 30 days-challenge so viel darüber gelesen, dass man bereits nach kurzer Zeit des vegan-Seins das Gefühl habe, sich wesentlich fitter zu fühlen. Ich resümierte meine letzten Tage - vor allem die vergangenen zwei, in welchen es mir gesundheitlich nicht so top ging - und kam zu dem Ergebnis, dass sich diese Agilität bei mir bis dato noch nicht eingestellt hat. "Vielleicht muss man nachhelfen", dachte ich bei mir und so fasste ich nachts um 2 Uhr den Entschluss: "Morgen wird nicht nur kreativ rumgehampelt, sondern laufen gegangen." Gesagt, getan. 

 

Um 8 Uhr klingelt mein Wecker. Ich habe zwar keine wirkliche Lust, mich aus dem warmen Bett zu quälen, vor allem, weil ich sehe, dass es draußen regnet. Aber ich stehe auf, ziehe mir meine Laufsachen an, packe mir Musik auf die Ohren und los geht's. Jules 1 : 0 Schweinehund

Nach 17:30 min. ist Schluss. Die Seitenstechen sind stärker als ich und so gebe ich mich nach nicht einmal 20 min. geschlagen. Dennoch: ein Teilerfolg.

Nach einer kalten Dusche fühle ich mich frisch und munter, irgendwie belebter. Ich entschließe mich, bevor ich an die Uni fahre, um zu arbeiten, noch ein wenig Haushaltskram zu erledigen. Was weg ist, ist weg.

Und so sitze ich jetzt hier, bei meiner verdienten Tasse Kaffee und habe Lust auf den Tag. Gleich werde ich mir mein Haferflockenfrühstück genehmigen, meine Brote schmieren und dann kann es los gehen. 

 

Ich merke einmal mehr: Ich bin bereit! Ich muss es nur wollen! (später mehr...)

18.10.14 09:41, kommentieren

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Tag 5 - Naaajaaa, aber fast...

Fast hätte ich es geschafft und den heutigen Tag tatsächlich ohne das Gefühl überstanden, (zu) vollgefuttert zu sein, aber auch nur fast...

 

Mein Start in den heutigen 5. Tag ist tatsächlich ziemlich gut. Ich bin unendlich froh, als ich aufwache und feststelle, dass sich mein ekelhaftes Völlegefühl vom gesterigen Schlemmertag (und all den Schlemmertagen zuvor) über Nacht von mir verabschiedet hat. Ich fühle mich sogar in der Lage dazu, nach zwei Tassen Kaffee ein wenig Sport zu machen. 'Sport' ist wahrlich zu viel gesagt, nennen wir es 'kreatives Rumgehampel' - Ja, das trifft es eher! Nach einer anschließenden erfrischenden Dusche fühle ich mich endlich wieder wie ein Mensch, bin fit und sehr glücklich, dass mein Bauch mir noch nicht den Blick auf meine Füße versperrt, NOCH nicht - immerhin, darauf lässt sich aufbauen.

Meine Frühstückshaferflocken mische ich heute mit Apfel, anstatt mit Banane und stelle fest, dass das eine gute Entscheidung ist. Der Apfel sättigt wesentlich weniger, als es Bananen tun und so starte ich - mit meinen obligatorischen Uni-Broten - buchstäblich wesentlich leichter in den Tag. 

 

'Leider' war ich in den vergangenen Tagen so sehr mit meiner vegan-Umstellung beschäftigt, dass ich eines dabei aus den Augen verloren und schlichtweg unterschätzt habe - den Alltagsstress!

 

Das Semester hat gestern offiziell wieder begonnen und, obwohl ich heute keine Veranstaltungen besuchen muss, ist mein Tag die Hölle! Meine unzähligen Hiwi-Jobs schlagen mir heute mit wachsender Begeisterung um die Ohren. Hundertausend Dinge, die am besten schon gestern zu erledigen gewesen wären... die logische Konsequenz: Stress im Übermaß und daraus resultierender Frust. Und zu welchem Mittel greift der Mensch allen Klischees entsprechend, wenn er frustriert ist? Na klar, zu Süßigkeiten! Hätten mir die Mädels gestern Abend nicht aufgezählt, was man als Veganer so alles naschen kann, hätte ich es heute vllt. nicht einmal in Erwägung gezogen, aber... sie taten es und so steuere ich völlig gestresst nach meinem Feierabend durch den Supermarkt und denke die ganze Zeit nur "Wo sind die Oreos? Die sind vegan! Die sind süß! Die machen glücklich!!" 

 

Zu Hause angekommen bin ich immerhin noch geistesgegenwärtig genug, mir ein halbwegs leichtes Abendessen zuzubereiten. Gekochte Kartoffeln mit einer Sojajoghurt-Sauce, angereichert mit Lauchzwiebeln, einer halben roten Zwiebel, Salz, Pfeffer, Curry, mildem Paprikagewürz und etwas Oregano. Sehr lecker, aber bereits danach bin ich ordentlich satt. Trotzdem kann ich es natürlich nicht lassen und öffne die Packung Kekse. 16 Stück sind es insgesamt und erst nach Keks Nr. 12 ist Schluss. 636 Kalorien - Halleluja! Damit decken die Kekse allein knapp ein Drittel meines täglichen 'Bedarfs' an Kalorien oder, besser gesagt, knapp ein Drittel dessen, was ein durchschnittlicher Mensch im Laufe eines Tages verbrennen kann. Das ist ernüchternd!

Ich nehme mir aber vor: Morgen starte ich wieder mit 'Sport', also 'kreativem Rumgehampel' in den Tag und werde alles geben, um einen großen Bogen um die herrlichen Versuchungen zu machen, die mir dieser Tage offenbar mit aller Gewalt stets und ständig vor die Füße zu fallen scheinen - Oder suche ich bewusst nach ihnen? Egal, ICH WERDE EINEN BOGEN MACHEN, EINEN GROßEN!! "Andererseits", denke ich mir, "ein wenig Frustessen gehört doch dazu, egal, ob vegan oder nicht." Und zumindest kann ich guten Gewissens nach dem heutigen Tag behaupten, dass ich nicht aus Neugier am neuen veganen Essen gesündigt habe, sondern aufgrund von Stress... Und Stress ist ja bekanntlich der beste Fat-Burner - Vllt. war es also gar nicht so wild, wie ich denke. In jedem Fall fand heute spürbar ein kleiner Wandel in meinem Kopf statt, denn:

 

Fazit, Tag 5: Ich habe das Gefühl, seit heute nicht mehr nur 'sensationsvegan' zu sein und zu essen, sondern die vegane Ernährung allmählich als 'gewohnt' aufzufassen und sie langsam, ganz langsam, in meinen Alltag zu integrieren - Ein gutes Gefühl, welches mich bestärkt! Ich glaube, ich bin auf dem richtigen Weg... Mal sehen, wie lange noch!

17.10.14 22:33, kommentieren